Allgemeines zur Photovoltaik

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Wie funktioniert eine Solarstromanlage?

Im Grunde sehr einfach. Bei Fotovoltaik-Systemen wird aus dem Licht der Sonne Strom erzeugt, der direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Dabei fangen die auf dem Dach montierten Solarmodule die Lichtenergie ein und wandeln diese in elektrische Energie um. Der so erzeugte Solargleichstrom gelangt über die Hauptleitung zum Wechselrichter und wird dort in Wechselstrom, die Stromart unseres öffentlichen Stromnetzes, umgewandelt. Über einen eigenen Einspeisez-ähler wird die produzierte Strommenge kontinuierlich gemessen und der elektrische Strom ins öffentliche Netz geleitet.

Was ist der Unterschied zwischen PV-Anlage und Kollektor?

Der Begriff Kollektor ist generell nicht falsch, wird aber meistens für die thermischen Sonnenkollektoren zur Wasser-erwärmung verwendet, um schon eine sprachliche Trennung der beiden unterschiedlichen Techniken zur Ausnutzung der Sonnenenergie herzustellen.

Wie viel Ertrag wird meine Solarstromanlage im Jahr bringen?

Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich stark von einigen Rahmenbedingungen ab. Ausrichtung der PV-Anlage, Neigung des Solarmoduls, Einstrahlungswerte am Standort und nicht zuletzt das Wetter. Als grobe Planungshilfe kann folgender Wert angenommen werden: 850 - 1.050 kWh pro Jahr je kWp installierte Leistung.

Hier wird mit einer professionellen Software sowie den Daten vom Deutschen Wetterdienst gearbeitet.

Soll der fotovoltaisch erzeugte Strom erst selbst verbraucht werden?

Nein. Man erhält (abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme) eine garantierte Vergütungszahlung vom Energieversorger pro eingespeiste kWh und bezahlt zwischen 0,10-0,19 Euro für die kWh. Rechnerisch erhält man zirka 3 mal mehr Geld, als man selber bezahlt. Deshalb wird die komplette erzeugte Energie verkauft. Mehr Informationen zur Einspeisevergütung finden Sie im tabellarischen Anhang.

Was bedeutet Kilowatt peak (kWp) oder Watt peak (Wp)?

"peak" bedeutet übersetzt Spitze. In der Fotovoltaik wird diese Bezeichnung verwendet, um die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen (STC) zu bezeichnen. Diese Standard-Testbedingungen sind wie folgt festgelegt: 1000 W Einstrahlungsleistung auf einen m², Zelltemperatur 25°C und AM (Air mass) 1,5, das heißt: der Sonnenstrahl durchdringt auf seinem Weg das 1,5-fache der Atmosphärendicke der Erde. Unter realen Bedingungen sind diese Bedingungen selten. Deswegen weicht die tatsächliche Leistung der Solarmodule oft von den Nennwerten ab.

Ist mein Dach für eine solche PV-Anlage geeignet?

Ihr Dach ist dann geeignet, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:
Ausrichtung einer freien Fläche auf dem Dach Richtung Süden (ideal), Süd-Ost bis Süd-West (gut) oder Ost bis West (mit Verlusten)
möglichst keinen oder wenig Schattenwurf durch Schornsteine, Antennen, Nachbarhäuser, Bäume usw. Optimale Ergeb-nisse einer Solarstromanlage ergeben sich selbstverständlich bei einer Südausrichtung des Dachs, am besten mit einer Neigung von 30 Grad zur Horizontalen. Abweichungen davon spielen jedoch eine relativ untergeordnete Rolle. So erzielen selbst reine West- oder Ostdächer bei einer Dachneigung von 25 Grad oder 40 Grad noch einen Ertrag von ca. 80% gegenüber der optimalen Ausrichtung.

Passt so eine Solarstromanlage auf mein Dach?

Die Leistung einer Solarstromanlage wird in Kilowatt (kWp) gemessen. Für 1 kWp benötigt man je nach Wirkungsgrad der Solarmodule etwa 8 Quadratmeter Dachfläche. Eine PV-Anlage mit einer Leistung von 1,6 kWp benötigt etwa 13 m². Diese Solarstromanlage kann je nach Sonneneinstrahlung, Standort und abhängig von weiteren Faktoren zwischen 1.360 und 1.680 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Dieser Ertrag würde den Jahresverbrauch an Strom eines sparsamen Ein-Personen Haushalts in etwa decken - der Ertrag in Euro entspricht jedoch etwa dem 4-fachen der Stromkosten dieses Kleinhaushaltes.

Verschmutzen die Solarmodule?

Bei einem Neigungswinkel der Solarstromanlage >20° aus der Horizontalen säubert der Regen die PV-Anlage selbstständig. Man spricht vom Selbstreinigungseffekt der Solarmodule. Wenn viele Bäume in der Nähe stehen und sich Blätter auf den PV-Anlagen sammeln, sollten diese möglichst schnell entfernt werden. Schon die Verschattung einzelner Zellen eines Solarmoduls kann zu Ertragsverlusten führen.

Kann Hagelschlag die PV-Anlage zerstören?

Generell sind die Solarmodule sehr gut gegen Hagelschlag geschützt. Das verwendete Spezialglas ist gehärtet und die PV-Anlage wird zu Testzwecken mit Eiskugeln beschossen. Diese Tests nach IEC-Norm werden durchgeführt mit Eiskugeln von 28mm Korngröße und bis zu 86 km/h (Datenblätter der Module). Die Auftreffgeschwindigkeit beträgt im Maximum 140 km/h. Die Wahrscheinlichkeit, dass Solarstromanlagen durch Hagelschlag zerstört werden, ist relativ gering.

Lohnt es sich, die Solarmodule der Sonne nachzuführen?

Mit der Nachführung der Solarstromanlage gemäß dem Sonnenstand können Mehrerträge bis zu 30% erzielt werden. Allerdings sind die baulichen und statischen Aufwendungen für eine Nachführung oft so groß, dass der finanzielle Nutzen =0 ist. Eine Nachführung für aufdachmontierte PV-Anlagen ist nicht zu empfehlen.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Für Solarstromanlagen, die parallel zu Dachfläche oder auf Flachdächer aufgeständert werden, ist keine Baugenehmigung erforderlich.

Was kostet die Anlage?

Für Standardanlagen (2 - 6 kWp) kann von einem Preis von ca. 2800 € bis 3200 € zzgl. MwSt. ausgegangen werden (Solarmodule, Wechselrichter, Verkabelung, Lieferung, Solaranlagen Montage, Anmeldung beim Netzbetreiber, ...). Sonderlösungen oder größere PV-Anlagen sollten Sie sich einzeln kalkulieren lassen.

Muss die Solarstromanlage oft gewartet werden?

Solarstromanlagen benötigen generell keine oder nur sehr wenig Wartung. Es existieren keine rotierenden Teile, Lager oder sonstige wartungsintensive Bauteile. Es empfiehlt sich, durch regelmäßige Kontrolle des Einspeisezählers durch Buchführung oder Bilanzierung mit Computer/Datenlogger die Ertragswerte auf Plausibilität zu prüfen, um eventuelle Ausfälle der PV-Anlage schnellstmöglich zu erkennen.

Kann ein Blitzschlag die PV - Anlage zerstören?

Ja. Ein direkter Blitzeinschlag wird die PV-Anlage zerstören. Die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitztreffers wird   allerdings auch durch eine Solarstromanlage nicht erhöht. Wahrscheinlicher ist, dass die Solarstromanlage durch einen Blitzschlag in der Nähe eine Überspannung induziert bekommt. Diese Überspannungen können die PV-Anlagen zerstören. Deshalb werden in SolarWorld Bausätzen Überspannungsableiter integriert im Wechselrichter geliefert. Wir empfehlen eine sogenannte "Vollkaskoversicherung" (Allgefahrenversicherung), für die wir auch ein Partnerunternehmen haben.

Wie lange hält die PV-Anlage?

Die meisten Solarmodule haben eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf 80 bis 88% der Leistung. Wechselrichter haben eine  5-jährige Werksgarantie, diese Garantie kann optional verlängert werden bis zu 10 Jahren. Generell kann von einer Anlagenlebensdauer von 35 und mehr Jahren ausgegangen werden.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung und wie lange wird sie gezahlt?

Die Energieversorger garantieren dem Solarstromanlagenbetreiber eine 20-jährige Einspeisevergütungszahlung (abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme) pro eingespeister KWh pro Einspeisejahr.

Kann ich die Solarstromanlage auch steuerlich geltend machen?

Auch als privater Hausbesitzer können Sie die Investition in eine Solarstromanlage 20 Jahre steuerlich abschreiben, wenn Sie eine Umsatzsteuervoranmeldung tätigen. Die Kreditzinsen und sowie die laufenden Kosten sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Auch die MwSt. wird Ihnen zurückerstattet d.h. Sie finanzieren nur den Nettobetrag der Investitionssumme!

 






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